Arbeit und Bewegung

Typische Erkrankung von Pferden im hohen Alter ist die Arthrose. Die Gelenke fangen an zu schmerzen. Der Gang wird steif, das Pferd muss sich erst „einlaufen“.
Eines Tages bemerkte ich bei jedem Schritt eine Art „Knacken“ von Furys Hinterhand. Mein Osteopath stellte fest, dass das Geräusch von den Kniescheiben des Wallach herrührte. Er empfahl mir viel mit Fury geradeaus zu arbeiten und kur weise vierbein- Kräuter gegen die Arthrose zu füttern.

Die Stellung dieser Diagnose ist jetzt 1,5 Jahre her.
Wie sieht es heute aus? Nun, es gibt gute und schlechte Tage. Das Wetter spielt eine große Rolle.

 

Ich habe über die Jahre gelernt, das Reiten nicht die einzige Art ist, mit seinem Pferd tolle Momente zu erleben. Ich entdeckte die Bodenarbeit.
Im Alter ist Beweglichkeit ein wichtiger Faktor für das Wohlbefinden des Tieres. Werden die Glieder steif, schwindet die Bewegungsfreude und die Muskulatur baut ab. Für nicht mehr reitbare Pferde ist Bodenarbeit eine tolle Alternative zum Reiten. Ich benutze dafür ein Knotenhalfter und ein 2m Arbeitsseil. Alles kann natürlich auf mit normalem Halfter und Strick ausgeführt werden. Bevor es losgeht denke ich mir einen kleinen Parcour aus. Dabei verwende ich Stangen, Pylonen und Tonnen. Engpassagen können ebenfalls über Stangen gebaut werden.
In der Reithalle baue ich alles zusammen mit meinem Pony auf. Er folgt mir dabei durch die Halle und wenn ich eine Stange hinlege steigt er provisorisch schon mal über das Hindernis. Auf dem Reitplatz klappt das natürlich genauso gut. Ist alles aufgebaut, bewaffne ich mich mit ein paar Leckereien zur Motivation und dann geht es los. Dabei ist je nach Pferd die Übungsstunde individuell zu gestalten.
Am Anfang war mein Wallach schon sehr motiviert. Ich habe im Laufe der Jahre festgestellt, dass das nicht bei jedem Pferd der Fall sein muss und so sind die Übungen und vorallem Motivatoren auf das jeweilige Pferd abzustimmen.
Um erfolgreich am Boden zu arbeiten ich für am wichtigsten, das ich die volle Aufmerksamkeit meines Pferdes habe. Wie gelingt das am besten? Im Fall von meinem Wallach über Leckerlis. Er weiß mittlerweile, das er bei erfolgreicher Arbeit eine Belohnung bekommt und ist deshalb absolut bei der Sache. Die kann am Anfang der Bodenarbeit durch leichte Übungen konditioniert werden, z.Bsp. über eine Belohnung für ein perfektes Übertreten einer Stange.

Beispiel für einen kleinen Parcour in einer Reithalle: In der Mitte ein kleines Stangen- Hindernis aufbauen mit einer Höhe von 20cm. Dahinter ca. 5m entfernt eine Tonne hinstellen. An der Bande kann eine Engpassage bebaut werden, z.Bsp mit einem Zaunhindernis. Zwei zusätzliche Stangen können beliebig in der Halle verteilt werden.
Nun können die Hindernisse individuell angelaufen werden. Dabei Schritt und Trab einbauen.
Die Stangen fördern die Beinaktivität. Um die Tonne soll sich das Pferd biegen wenn es sie umrundet. Die Engpassage beweist Vertrauen, denn nicht jedes Pferd traut sich durch dieses Hindernis angstfrei hindurch.


 


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